Im Hoch-, Tief- und Straßenbau werden Bauwerke wiederholt saniert, erweitert oder umgebaut. Dabei müssen zusätzliche Bewehrungsanschlüsse oder Ankerstangen gesetzt werden, und ein Treffer auf vorhandene Bewehrung lässt sich beim Bohren nicht in jedem Fall vermeiden.
Für diesen Einsatzfall werben mehrere Hersteller mit Mehrschneider-Betonbohrern, die auf den Kontakt mit Bewehrungseisen ausgelegt sind. Ob ein konkretes Produkt die Vorgaben einer Europäischen Technischen Bewertung (etwa nach ETAG 029 oder für Bewehrungsanschlüsse) tatsächlich erfüllt, ergibt sich aus der Herstellerdokumentation des jeweiligen Produkts und des dazu passenden Befestigungssystems — nicht allein aus einer PGM-Kennzeichnung. Näheres dazu im Beitrag Prüfgemeinschaft für Mauerbohrer (PGM).
Typische Anwendungen für diese Bohrertypen sind nachträgliche Bewehrungsanschlüsse sowie die Befestigung von Stahlkonstruktionen, Geländern, Konsolen und ähnlichen Bauteilen an bewehrtem Beton.
Redaktionell überarbeitet am 27. September 2026: Die Aussage, eine PGM-Zertifizierung erfülle automatisch die Vorgaben nach ETA Option 1, ETAG 029 und REBAR, wurde entfernt und durch die korrekte, bereits im PGM-Artikel dargestellte Einordnung ersetzt.
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